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Lenkt Red Bull ein?

Es kommt offenbar Bewegung in die Sache. Gemeint ist der Konflikt zwischen dem Fußballunternehmen Red Bull Salzburg und den Fans des Vereins SV Austria Salzburg. Wie netzreporter.at schon in den letzten Wochen berichtete, stiegen die treuesten der treuen Anhänger zuletzt auf die Barrikaden, da es zu einem massiven Traditionsausverkauf seitens Red Bull gekommen war. Die Vereins- und Dressenfarben wurden geändert, die angestammte Stehplatztribüne der Fans wurde mehr als halbiert, der Trainer – Kurt Jara – sprach von „Vollidioten“ und Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz von „Kindergartendingen“, die ohnehin nur einige wenige Leute zum Anlass nehmen, um randalieren zu können.

Das Unternehmen Red Bull scheint nun aber umzudenken. Wie die „Initiative Violett-Weiss“ – ein Zusammenschluss all jener Fans, die sich für eine violette Austria Salzburg engagieren - in einer Aussendung mitteilt, kam es am 3. August zu einem ersten Gespräch zwischen Fans und Vereinsvertretern. Details wurden vorerst nicht verlautbart. Dass die Initiative ihre Standpunkte klar darlegen konnte, wurde zumindest bestätigt. Woher der plötzliche Umschwung kommt, scheint in der außerordentlich effizienten Pressearbeit der Fans sowie in Solidaritätsbekundungen allerorts seine Begründung zu finden.

Kaum ein Medium konnte sich zuletzt der hitzigen Diskussion entziehen (sogar das renommierte englische Magazin "When Saturday Comes" informierte seine Leserschaft), kaum eine Fanszene, die nicht bereits über die Vorgänge an der Salzach Bescheid weiß. Nicht zuletzt dadurch wurde die Premium-Marke Red Bull in ein schlechtes Licht gerückt und vielleicht erkennt der Konzern schon jetzt, dass es nicht so einfach möglich ist, einem über Jahrzehnte und Jahrhunderte gewachsenen Sport mit ein paar Lichtkegeln und Animateuren im Torero-Outfit seine Seele zu rauben und ihn bis zur Unkenntlichkeit zu verunstalten. Bis der Betrachter vor Ort oder auch vor dem TV-Schirm gar nicht mehr weiß, ob er nun denn wirklich beim Fußball zusieht oder beim American Football gelandet ist.

Wie die Gespräche letztendlich ausgehen, steht in den Sternen. Für die Fans und den Verein wäre nichts positiver, würde dieser Konflikt für beide Seiten zufriedenstellend enden. Vielleicht verleiht dann der neue Eigentümer den Salzburgern – anders als im Moment – wirklich Flügel. Im Übrigen sollte sich Kurt Jara bei den Fans entschuldigen.

Initiative Violett-Weiss

by Christoph Luke

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